Endlich: Die Playoffs beginnen heute

Langenthal gegen Thurgau, La Chaux-de-Fonds gegen Visp, Martigny gegen Ajoie und Rapperswil gegen Olten – die Playoff-Viertelfinals versprechen Spannung und hartnäckige Duelle. Wo sind die Vorteile?

Im Vorfeld auf die Playoffs machen wir auf desktopstories.ch vier knallharte Aussagen zu den vier Duellen und bewerten die Situation rund um die Teams. Mitdiskutieren ist unten am Text im Kommentarfeld erwünscht!

Langenthal – Thurgau: Nach vier Spielen beendet!
Das Spiel gegen Olten hat gezeigt, wie das Team von Jason O’Leary spielen könnte. Kann der SC Langenthal diese Leistung erneut abrufen, ist die Serie gegen Thurgau nach vier Spielen beendet. Jeder der hier schreibt: „Thurgau hat seine Stärken, Thurgau ist gefährlich und Thurgau darf man nicht unterschätzen“ hat zwar nicht unrecht, will sich aber nur für den negativen Fall absichern. Langenthal muss mit seiner besten Leistung die Ostschweizer dominieren und in diesem Playoff-Rennen diskussionslos ausschalten. Thurgau ist nämlich auch mit dem Martigny aus dem Vorjahr keineswegs vergleichbar. Ein Ausscheiden wäre daher noch deutlich schlimmer.

La Chaux-de-Fonds – Visp: Anstatt einer kann Siegen: hier kann nur einer Ausscheiden!
Visp wird in diesem Jahr im Titelkampf keine Rolle spielen. Unter Trainer John Fust hat die Mannschaft in keinem Moment die Leistung gezeigt, die man von diesem Kader erwarten könnte. In anderen Jahren wäre mächtig am Stuhl des Anführers gesägt worden, in diesem Jahr war aber das Gegenteil der Fall. Ist das Geld der Grund? Möglicherweise. Liegt es an den Spielern? Sehr wahrscheinlich. Das Feuer im Wallis brennt längst nicht mehr wie früher. Und deshalb wird Visp selbst gegen ein angeschlagenes La Chaux-de-Fonds nichts gewinnen. Hätte der HCC gegen eine andere Mannschaft antreten müssen, so wäre es für den Zweitplatzierten interessant geworden. Das Polster aus dem Beginn der Meisterschaft genügt aber – mit diesem Gegner – bis zum Halbfinale. Wenn der Schwung bis dahin nicht wiederhergestellt ist, wird danach Endstation sein. La Chaux-de-Fonds muss sich beeilen und das Ruder endgültig herumreissen. Christian Weber zeigte sich während der Topscorer-Ehrung derweil überzeugt, dass der Turnaround eingeleitet ist. Wäre dem so, dürfte La Chaux-de-Fonds wieder zu den Topfavoriten zählen. Ich selbst bin davon aber erst überzeugt, wenn die ersten Playoff-Spiele gespielt sind…

Martigny – Ajoie: Meister schlägt Meisterkandidat!
Es ist jene Partie, welche den neutralen Sportfan am meisten ärgern dürfen. Einer der grösseren Meisterkandidaten wird hierbei nämlich ausscheiden müssen. Ajoie und Martigny dürfen sich beide Chancen ausrechnen auf den Titel. Martigny trumpft immer wieder mit einer starken Defensivleistung und gefährlichen Ausländern auf, Ajoie überzeugt derweil offensiv und im Teamgefüge unter Trainer Gary Sheehan. Die Frage, wer diese Serie für sich entscheiden wird ist deshalb äusserst schwer zu beantworten. Auch deshalb wäre es schön gewesen, dieses Duell beispielsweise eine Runde später zu sehen. Nichts desto trotz wird dieser Viertelfinal Spannung verursachen. Eine Entscheidung ist unter normalen Umständen nicht vor dem sechsten Spiel zu erwarten. Ajoie ist überall aber ein bisschen besser (Trainer, Ausländer, Einzelspieler, Powerplay) und wird deshalb den Sieg davontragen – nicht zuletzt weil sie Michael Neininger (Ex-La-Chaux-de-Fonniers) aus der ersten Liga reaktiviert haben. Er wird das Spiel der Ajoulos mit Sicherheit bereichern können, Trainer Gary Sheehan, der bereits mit ihm in La Chaux-de-Fonds arbeitete hat hier einen guten Zug getätigt.

Rapperswil – Olten: Dank Niederlage im letzten Spiel eine Runde weiter
Hätte Rapperswil gegen Martigny in der letzten Runde gewonnen, so käme es zu den Duellen zwischen Ajoie und Rapperswil sowie Martigny und Olten. Diese Duelle hätten die beiden Deutschschweizer diskussionslos verloren. Deshalb rettet jene Rapperswil-Niederlage zumindest einer meiner Titel-Underdogs. Die Frage, wer diese Mannschaft sein wird ist schwierig zu beantworten. Olten – und das hat das letzte Derby eindeutig bewiesen – ist defensiv instabil, inkonsequent und mit einem löchrigen Torhüter schlicht und einfach zu wenig gut. Rapperswil aber ist wegen seiner Spielweise, dem Kader und den spärlich vorhandenen Emotionen kein Titelkandidat und wird meiner Meinung nach den Final nur erreichen, wenn – oder weil – die Gegner bis dahin zu schwach sind. Für diese Prognose hätte ich deshalb auch würfeln können, das Ergebnis wurde vom Bauchgefühl dominiert: Rapperswil gewinnt ein dennoch hochspannendes Duell mit vielen Torerfolgen.

Alle Details zum heutigen Spiel finden Sie hier: Ahlström verletzt, Küng spielt

leroyryser

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