Julian Schmutz bleibt beim EHC Biel

Der Ex-Langenthaler Julian Schmutz bereitet sich derzeit in Magglingen auf eine neue Saison vor. Trotz Gerüchten wird diese für ihn im Seeland über die Bühne gehen.

In den letzten Tagen wurde der Name vom ehemaligen Langenthaler Julian Schmutz gleich mehrmals durch die Medien gereicht. Hockeyfans.ch hat auf einen Tweet vom Journalisten Gregory Beaud reagiert, der andeutete, dass Schmutz und Biel sich trennen könnten. Er spekulierte wegen der wachsenden Konkurrenz im Team, weil der Playoff-Halbfinalist sich unter anderem mit Damien Brunner verstärkte. Auf Nachfrage beim 24-Jährigen wird aber klar: Dem ist nicht so. „ Es gab tatsächlich Interessenten“, gibt Schmutz gegenüber desktopstories.ch zu. Ein anderer NLA-Club wollte Schmutz verpflichten, weshalb der Agent des Stürmers den Markt prüfte. Rasch war aber klar, dass Schmutz in Biel bleiben will und der EHCB seinen Stürmer nicht hergeben wird. „Sie haben mir klare Signale ausgesendet, dass sie mich behalten möchten“, erklärt Julian Schmutz. Dass er sich in Biel wohlfühlt und im November bereits sein zweites Kind auf die Welt kommt, trug beides dazu bei, dass er den Seeländern treu bleiben wird.

Neuer Anlauf mit neuer Rolle?
Die Gerüchteküche brodelte womöglich auch, weil Julian Schmutz in der vergangenen Saison unter Antti Törmänen weniger produktiv war als zuvor. Zwar gelangen ihm immerhin 18 Punkte (im Vorjahr waren es 29), aber zuletzt wurde er vermehrt auch in defensiveren Rollen eingesetzt. Für Schmutz ist das aber alles andere als ein Zeichen für eine schlechte Saison. „Ich hatte eigentlich sogar das Gefühl, dass es sehr gut lief. Ich spielte zwar weniger Powerplay, schoss etwas weniger Tore, aber unter Antti wurde mein Spiel viel variabler.“ Da er beispielsweise im Boxplay eingesetzt wurde hat sich der Ex-Visp-Topscorer vor allem auch defensiv verbessern können, was ihm neue Türen öffnet. „Natürlich wird die Konkurrenz in Biel nun grösser. Wir wollen aber breiter aufgestellt sein und deshalb ist das auch gut so“, erklärt Schmutz. Er sei daher überzeugt, dass er – wie in den diesjährigen Playoffs – auch im nächsten Jahr eine für ihn passende Rolle finden kann. Vielleicht wird diese etwas defensiver sein als früher, vielleicht aber auch nicht. „Mein Ziel bleibt es, in den offensiven Linien zu spielen. Sowieso will ich aber eine wichtige Rolle im Team einnehmen – und das geht auch im Boxplay.“ Letztlich will er sich damit auch für einen neuen Vertrag anbieten, weil sein jetziger im nächsten Sommer endet.

Training während der RS
Dafür trainiert Schmutz derzeit energisch. Aktuell weilt er in Magglingen und absolviert die Sportler-Rekrutenschule. Diese ist aber weniger von militärischen Aufträgen als von zahlreichen Trainings dominiert. Gemeinsam mit anderen Eishockeyspielern absolviert er deshalb nicht nur sein eigenes Programm – sondern noch etwas mehr. „Weil wir mehrere Sportler sind haben wir daneben auch noch die Möglichkeit, beispielsweise zur Abwechslung Unihockey oder Fussball zu spielen. Das wiederum tut meiner Fitness gut.“ Mittlerweile sei sein Formstand schon sehr gut fortgeschritten – auch wenn das Sommertraining vorerst noch lange dauert. „Ich fühle mich sehr fit. Eher noch fitter als im letzten Jahr.“
Für den EHC Biel und seine Fans sind das alles gute Neuigkeiten, einen Abgang des jungen, talentierten Scorers müssen sie wahrlich nicht befürchten. Und wer weiss, vielleicht gelingt Julian Schmutz gerade mit seinem zusätzlichen Trainingseffort ein erneuter Angriff auf die Top-Zwei-Linien in Biel mitsamt Rückkehr zum Torgaranten. Bei, verglichen mit der letzten Saison, etwas weniger Druck auf den Schultern des Flügels ist das durchaus möglich. Sicher ist nämlich vor allem eines: Torinstinkt kann man nicht lernen. Und eigentlich auch nicht verlernen.

Bild: zvg/ing

leroyryser

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